Karma Chang Chub Choephel Ling

 

22. 03. 2020

Liebe DharmafreundInnen und -Interessierte,

in der schwierigen Zeit der räumlichen Getrenntheit von anderen, der ungewohnten Einschränkung unserer Bewegungsfreiheit und der surrealen Leere auf unseren Straßen und Plätzen, tut es sicher gut, zu spüren, was uns weiterhin mit anderen verbindet - dass wir gemeinsam die Angst empfinden vor einer Ansteckung und mittlerweile vermutlich fast noch mehr Angst vor den Auswirkungen, die die Schutzmaßnahmen gegen die rasche Verbreitung dieser Epidemie auf unsere Gesellschaft haben.

Gemeinsam ist uns auch, dass wir ein großes Potential in uns tragen - Liebe, Mitgefühl und Weisheit, mit dem uns immer wieder im Laufe unserer langen Geschichte gelungen ist, Krisen zu überlwinden und aus Schwierigkeiten zu lernen. Darauf weist Situ Rinpotsche hin, einer der Linienhalter Karmapas, in seinem "Segen und Rat im Licht der COVID-19 Pandemie".

Rat buddhistischer Meister:

Unter diesem Link findet Ihr Situ Rinpoche´s kurze Ansprache:

Blessing and Advice in the Light of COVID-19 Pandemic | Guru Vajradhara Chamgon Kenting Tai Situpa

Ermutigend fand ich auch die Botschaft des 7. Dzogchen Rinpotsche (eines bedeutenden Meisters der Nyingma-Tradition). Er verweist darauf, dass in alten Texten diese Situation vorhergesagt wurde und dass sie das "Ergebnis ist von fehlendem Respekt für unsere Mutter Natur, Resultat unserer Gier und unseres Mangels an Mitgefühl und Freundlichkeit anderen gegenüber. Mutter Natur zeigt uns ihre übernatürliche Kraft, jenseits menschlicher, wissenschaftlicher und politischer Kontrolle.“ (...) Aber: „Dieses Virus wird bald enden."

Rinpotsche selbst habe vor drei oder vier Jahren in seinen Unterweisungen diese Vorhersage erwähnt und „darüber gescherzt, wie wir alle ohne Toilettenpapier (!) überleben würden.“ Rinpotsche legt uns ans Herz, vor Mutter Natur unsere Fehler zu bekennen, für eine Abwendung der Probleme zu beten und die Ausgangseinschränkungen für ein „Corona-Quarantäne-Retreat“ zu nutzen.

Wie es so schön heißt: „If you cannot go outside, go inside!”

Auch Gyalwang Karmapa hat in seiner Ansprache anlässlich des tibetischen Neujahrsfestes Anfang des Jahres eindringlich auf die karmischen Ursachen dieser Epidemie hingewiesen und dabei vor allem den Verzehr von Wildtieren erwähnt. Schon vor vielen Jahren machte er uns darauf aufmerksam, wie dringend notwendig es ist, dass wir unsere Erde schützen, unsere einzige Heimat. Er initiierte jährlich stattfindende Umweltkonferenzen seiner Klöster in Indien, Nepal, Bhutan, rief seine Mönche dazu auf, Bäume zu pflanzen, verfasste das Lied „Welt“ u.v.m.

Zum Beenden der aktuellen Epidemie empfiehlt er die Rezitation des Sakya-Gebetes, das ich schon mehrfach verschickt habe.


Online-Angebote:

In Karmapas Hauptsitz Karma Triyana Dharmachakra in Woodstock, New York, wird das Sakya-Gebet regelmäßig Donnerstag abends rezitiert, im Anschluss an die gesungene Tschenresig-, Amitabha- und Guru Rinpotsche-Praxis. Diese Praxis wird online übertragen.
Hier ein link zum youtube-Kanal von Karma Triyana Dharmachakra

Auch vom Kamalashila Institut wird es bald ein wöchentliches Meditationsangebot von Lama Kelzang online geben. Frühere Kurse von Lama Sönam zur Medizinbuddha-Meditation und Tara-Meditation sollen online zugänglich gemacht werden.
Hier ein link zur der derzeitigen Schließung der aktuellen Angebite im Kamalashila Institut.


Angebot für unsere Sangha:

Einige von uns haben anlässlich der aktuellen Krisensituation damit begonnen, jeden Abend um 20 Uhr zu praktizieren:

zunächst


eine Kurzform der Medizinbuddha Meditation( zum runterladen klicken).

dann Gebete zu Tara (das Zufluchtsgebet, dann die 21 Preisungen und/oder Rezitation ihres Mantras OM TARE TUTTARE TURE SOHA)

zum Abschluss

das Sakya-Gebet( zum runterladen klicken

und Widmung der Verdienste.

Wenn Ihr mögt, schließt Euch dieser Meditation an.

 

Mögen wir die Chancen nutzen können, die sich uns in der Krise zeigen und daran wachsen!

Herzliche Grüße bis bald, Dorothea

 

17. 03. 2020

Liebe DharmafreundInnen und -Interessierte,

da jetzt drastische Maßnahmen erforderlich sind, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, hat der Vorstand der Karma-Kagyü-Gemeinschaft, dem unser Zentrum angeschlossen ist, gestern abend beschlossen, alle Zentren ab sofort bis auf weiteres (mindestens bis 20. 4. 2020) zu schließen.

Dies betrifft sowohl die Durchführung von Kursen als auch das Angebot von regelmäßig stattfindenden Meditationen. Die Fortführung von Einzelretreats im  Klausurzentrum Halscheid ist davon nicht betroffen.

Wir sind dabei, über das Kamalashila-Institut Online-Angebote vorzubereiten für Shamatha-Meditation, ein- bis zweimal pro Woche, und auch unterschiedliche Unterweisungen, die bisher im Kamalashila-Institut von unseren Meistern gegeben wurden, zur Verfügung zu stellen.

Viele unserer Lehrer weisen darauf hin, dass in der bewusste Auseinandersetzung mit dieser Epidemie auch Chancen liegen. Sie kann uns helfen, die Gesetzmäßigkeiten unseres Daseins tiefer zu verstehen - Unbeständigkeit, das Wirken von Karma, die Natur von Samsara: Leiden. Und die Kostbarkeit unseres Lebens kann uns daran nochmal deutlicher bewusst werden.

Wir haben viele wertvolle Methoden, um „Schwierigkeiten zum Weg zu machen“, mit Angst und Panik umzugehen, in dieser Krise Geduld zu üben (was ja für das Jahr des Metall-Schweins ohnehin sehr empfohlen wird) und noch mehr Liebe, Fürsorge und Mitgefühl für uns und andere zu entwickeln.

Neben dem Gebet von Tangthong Gyalpo "zum Befrieden der Schrecken von Krankheiten" (s. Anhang) kann auch die Meditation des Medizin-Buddha sehr hilfreich sein. S.H. Dalai Lama empfahl, zu Tara zu beten und ihr Mantra zu rezitieren: OM TARE TUTTARE TURE SOHA. Von den 21 Emanationen der Tara wurde die 20., Ritro Loma Gyönma, traditionell bei Epidemien angerufen. 

Von Mingyur Rinpotsche gibt es ein kurzes inspirierendes Video zum Thema

https://youtu.be/DgZETpd9h5s

Mögen wir an den Herausforderungen wachsen und möge bald ein Gegenmittel gegen diese Krankheit gefunden werden!

Herzliche Grüße bis bald wieder, Dorothea

 

Und hier noch eine Information:

zum Abschluss des großen Gebetsfestes der Karma Kagyü Schule, das vom 28. 1. bis  9.  2.  in Bodh Gaya stattfand, wurde eine Audio-Botschaft von  Gyalwang Karmapa übertragen.

Er dankte allen, die daran teilgenommen hatten, insbesondere Gyaltsab Rinpotsche, der es geleitet, Mingyur Rinpotsche, der im Vorprogramm gelehrt hatte und vielen anderen.  Und er bat, alle Verdienste dem Aufblühen und Gedeihen der Lehre des Buddha und dem Wohlergehen aller Lebewesen zu widmen, auch dafür, dass die vielen Anzeichen der Degeneration in unserer Welt wie Krankheiten, Hungersnöte und Kriege befriedet werden.

In diesem Zusammenhang ging Karmapa auch nochmal auf die Corona-Virus-Epidemie ein und verwies auf die karmischen Zusammhänge - "The primary cause for this is harming wild animals..." . Er erneuerte seine Bitte, entsprechend unserer Fähigkeiten auf den Verzehr von Fleisch zu verzichten - für einen Monat, ein Jahr oder den Rest unseres Lebens, oder zumindest keine Wildtiere mehr zu essen.

Danach sprach er auch über seine gegenwärtige Situation - dass es ihm in seinem Retreat gut gehe und er sich zwei große Aufgaben dafür vorgenommen hat: einen Kommentar für den "Juwelenschmuck der Befreiung" zu verfassen und mit Gyalwa Thaye Dorje in der Suche und Anerkennung der Reinkarnation von Shamar Rinpotsche zusammen zu arbeiten. Er begründet dies sehr ausführlich mit seinem Wunsch, die Aktivitäten des XVI. Karmapas  weiterzuführen und unsere Linie vor der Zerstörung zu bewahren.

Bitte lest selbst, wenn Ihr mögt

http://kagyumonlam.org/index.php/en/    in Englisch

   oder   hier die deutsche Übersetzung zum Herunterladen als pdf-Datei


2020 Impressionen von dem Kurs "Glück und Leid in den Weg zur Erleuchtung umwandeln", mit Drupon Khenpo Lodrö Namgyal
und Dr.Christoph Klonk als Übersetzer







 

 

Programmübersicht Februar 2020 – Dezember 2020

Kursprogramm

 

Februar

07.02.          Tong-len, die Meditation des Gebens und Nehmens, 20 Uhr

08.02.          Mitgliederversammlung, 19 Uhr

10.02.          Milarepa-Tsok-Puja, 20 Uhr

14.–17.02.    Glück und Leid in den Weg zur Erleuchtung umwandeln, mit Drupon Khenpo Lodrö Namgyal

24.02.          Losar (tibetisch: Neujahr) - Beginn des Jahres der Eisen-Maus 2147

 

März

01.03.          Neujahrsfeier ab 16 Uhr

06.-08.03.    Gönkar-Kurs mit Lama Dorothea

09.03.          Milarepa-Tsok-Puja, 20 Uhr

13.03.          Tong-len, die Meditation des Gebens und Nehmens, 20 Uhr

23.-25.03.     Loslassen als Quelle der Befreiung mit Khenpo Kalsang Nyima Rinpotsche - abgesagt

 

April

03.04.          Tong-len, die Meditation des Gebens und Nehmens, 20 Uhr

04.04.          Die Lehrer-Schüler-Beziehung— zeitgemäße Betrachtung einer Schlüssel-Erfahrung

                   im Vajrayana Buddhismus, Praxistag mit Francoise Guillot, 11 – 17 Uhr

17.04.          Vorstellung des neuen Buches von Lama Yesche U. Regel: Selbstmitgefühl durch Tonglen -

                   Leid überwinden mit der 5-Schritte-Meditation

18.-19.04.     Selbstmitgefühl durch Tonglen mit Lama Yesche U. Regel

 

Mai

01..05.         Vortrag Umwandlung von Stress im Alltag, Amjee Phunrab Namgyal

02.- 03.05.    Körperübungen, Heilmassage und Heilmeditionen der Traditionellen Tibetischen Medizin

                   für Schlafprobleme, Tinnitus u.a. Beschwerden, mit Amjee Phunrab Namgyal

13.-14. 5.     Sieg über die Maras mit Ringu Tulku Rinpotsche - abgesagt

15.-17.5.      Meditation der grünen Tara mit Lama Sönam

 

Juni

05.06.          Tong-len, die Meditation des Gebens und Nehmens, 20 Uhr

05.06.          Amitabha-Tsok-Puja, 19 Uhr (Saga Dawa)

11.06.          Interner Longchen Sangha-Tag

12.06.          Abendvortrag von Rigdzin Shikpo zum „Pfad der Freiheit in der Tradition des MAHA-ATI

                   (DZOGCHEN)

13.06.          Tagesseminar zum „Pfad der Freiheit“ mit Rigdzin Shikpo,  14 - 22 Uhr

 

Juli

02.07.          Tong-len, die Meditation des Gebens und Nehmens, 20 Uhr

03-05.07.      Lieder der Verwirklichung mit Kristina Bischoff

05.07.          Jubiläumsfeier: 35 Jahre Buddhistisches Meditationszentrum in Heidelberg-Handschuhsheim

                   und Feier des 35. Geburtstages des XVII. Karmapa, ab 15 Uhr

 

August

03.08.          Milarepa-Tsok-Puja, 20 Uhr

06.08.          Tong-len, die Meditation des Gebens und Nehmens, 20 Uhr

 

Sept.

04.09.          Tong-len, die Meditation des Gebens und Nehmens, 20 Uhr

12.09.          Praxistag zu den vier allgemeinen vorbereitenden Übungen mit Lama Dorothea, 10.30 - 17.30 Uhr

 

Sept/Okt.   Kurs mit Tulku Damchö Rinpotsche zur Meditation des Medizinbuddha

09.-11.10.    Die besonderen vorbereitenden Übungen, mit Lama Kunga Dordsche

 

Oktober      

02.10.          Tong-len, die Meditation des Gebens und Nehmens, 20 Uhr

31.10.          Amitabha-Tsok-Puja, 19 Uhr

 

November

06.11.           Beginn eines neuen MBSR-Kurses mit Jasmin Weishäupl, Ende: 15. Januar 2021,

                    Achtsamkeitstag 9. 1. 2021

06.11            Die Kunst des Heilens negativer Emotionen, Amjee Namgyal, 20 Uhr

07.-08.11.      Methoden zum Balancieren von Stress, Burn-out und Depression aus Sicht

                    der Traditionellen Tibetischen Medizin mit Amjee Phunrab Namgyal

12.-15.11       Nyung Neh Meditationsretreat mit Lama Manfred

27.11.           Tong-len, die Meditation des Gebens und Nehmens, 20 Uhr

28.11.           Versöhnung un dHeilung durch die Praxis der Erdberührungen mit Evelyn Hiedell

30.11.           Milarepa-Tsok-Puja, 20 Uhr

 

Dezember

04.-06.12.       Buddhistischer Yoga in der Tradition von Kalu Rinpotsche mit L. Dorothea

27.12.            Tschenresig-Praxistag mit Lama Manfred, 14.00 Uhr bis 18 Uhr

 

In diesem Jahr findet wieder eine „Einführung in den Buddhismus“ statt: am Mittwochabend, 17.06.2020, um 20 Uhr, Eintritt frei.

Der Wochenendkurs „Buddhistischer Yoga“ in der Tradition von Kalu Rinpotsche, 4. – 6. 12. 2020, ist ebenfalls sehr gut zum Kennenlernen des buddhistischen Weges geeignet.

 

Wöchentliches Programm:

 

Montag,        20.00 Uhr     Tschenresig-Puja, auf Tibetisch gesungene Meditation zum

                                       Entwickeln von Liebe und Mitgefühl

Dienstag,      19.30 Uhr      Meditation der Tergar-Gruppe "Joy of Living", Yogaraum,

                                       Kontakt: Helen Konietzny Tel. 0177-8638450 und Uli 0171-800 81 82

                   20.15 Uhr      Meditation der Soto-Zen-Gruppe (für Fortgeschrittene), Meditationsraum,

                                       Kontakt Ingo Preuss,Tel. 06203-4309085, 01522-9555496

Mittwoch,     20.00 Uhr      Körperübungen aus dem Buddhistischen Yoga nach Kalu Rinpotsche

                   20.30 Uhr      Meditation der Geistesruhe, für Anfänger mit Anleitung

Donnerstag,  20.00 Uhr      Thich Nhat Hanh Meditationsgruppe,

                                       Kontakt: Reinhard Mundt, Tel. 06221-720525, www.achtsamkeit-hd.de

In größeren Abständen, 

Do. oder Fr., 20.00 Uhr      Tong-Len, Meditation des Gebens und Nehmens

                                       7. 2., 13. 3., 3. 4., 4. 6., 2. 7., 4. 9., 2. 10., 20. 11. 2020

 

Zusätzliche Angebote:


Freitag, 16.00–18.30 Uhr    MBSR mit Jasmin Weishäupl, ab 6. 11. 2020, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

                                       (im Schreinraum)

Freitag, 17.30 – 18.30 Uhr  „TRAGER“ (Psychophysische Integration) im Alltag, ab 6. 3. 2020,
                                       mit Michaela Häring, Tel. 0178-1881936, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

                                       (im Yogaraum)

Alle 2 – 3 Wochen,

Sonntag 11.00 – 12.30 Uhr  Meditationstreffen mit Manoj Gahlawat, www.yogaheidelberg.com,

                                       Tel. 0163-97 61 399, 09. 02., 23. 02., 15. 03., 22. 03., 12. 04., 26. 04.,

                                       10. 05., 24. 05., 28. 06., 12. 07., 26. 07.

 

Karma Chang Chub Chöphel Ling Friedensstrasse 20 69121 Heidelberg
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